
ZUR PERSON ...
mein Name ist Maik Gerdes und ich komme aus Leipzig. Seit Mitte 2023 leben meine Frau und ich sehr gerne in dieser lebendigen, aber nicht überbordenden Stadt. Davor habe ich in Schleswig-Holstein viele Jahre als Waldorflehrer im künstlerisch-handwerklichen Bereich gearbeitet. Um mich vollständig auf meine künstlerische Tätigkeit fokussieren zu können, habe ich im Frühjahr 2024 ein Atelier für analoge Fotografie eröffnet. Ich verwirkliche mir damit den seit Jahren gehegten Wunsch, einen Großteil meiner Aufmerksamkeit und Zeit für die konzeptionelle Fotografie nutzen zu können.
SLOW ...
steht hier für langsamer und mit besonderer Achtsamkeit. Denn in der klassischen analogen Fotografie ist mit dem Druck auf den Auslöser der Kamera das Bild gemacht. Kleine und große Fehler sind, anders als in der Digitalfotografie, kaum mehr zu beheben. Deshalb entsteht keine Bilderflut, sondern jede Auslösung geschieht mit einiger Überlegung und aufgrund des aufwendigen Verarbeitungsprozesses findet außerdem eine besonders sorgfältige Auswahl der besten Bilder statt. Sich Zeit zu nehmen, für die Person vor der Kamera, für die passende Lichtsetzung, für die Ausarbeitung der Bilder, etc. ist die Grundlage meiner Herangehensweise.
LIGHT ...
Das Licht hat, seit ich mich erinnern kann, eine große Wirkung auf mich gehabt. Bis heute verbinde ich mit dem Licht des frühen Tages, dem Rauschen des Meeres und dem Geruch von salziger Luft ein ganz besonderes, schwer zu beschreibendes Gefühl. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Vorstellung von sengender Mittagssonne, während gleichzeitig das Zirpen der Grillen zu hören ist. Oder die Erinnerung an die untergehende Sonne, die meterlange Schatten auf dem Weg hinterlässt. Meine Freude an der Gestaltung von Licht und Schatten findet wahrscheinlich hier ihren Ursprung.
PHOTO ...
Analoge Fotografie aus meiner Sicht: In einer Zeit, in der zunehmend der digitale Fortschritt in Lebens-, Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse eingreift, verhilft mir die analoge Fotografie zu unverfälschten Bildern. Keine K I, kein Algorithmus greift in meine gestalterischen Entscheidungen ein, bevormundet mich oder lässt mich am Ende daran zweifeln, ob ich als Fotograf überhaupt noch gebraucht werde. Somit erscheint es dann auch plausibel, wenn ich heutzutage noch meine eigene Chemie anrühre, viele Stunden mit der Ausarbeitung eines einzelnen Bildes verbringe, oder eine fast 50 Jahre alte Kamera, schwer wie ein Ziegelstein, für Fotoshootings verwende. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Art und Weise wie ein Bild entsteht, einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat. Das Ausschließen der digitalen Möglichkeiten mag heutzutage anachronistisch erscheinen, jedoch bewahre ich mir bei der klassischen Herangehensweise die Freude am Schaffensprozess und an der Authentizität.